Kim A. Giersiepen

Partner

13.06.2013

Sachsenring

Das Trauma des vergangenen Jahres ist endgültig besiegt !!!

Trotz ein wenig gemischter Gefühle aus den Erinnerungen des Vorjahres, wollte das 19 jährige Radevormwalder Nachwuchstalent den Aufwärtstrend aus Spa Francochamps mit zum Sachsenring nehmen.

Bei wunderbarem frühsommerlichen Wetter am Freitag morgen begann das freie Training für Kim Alexander Giersiepen nach Maß. Im Unfallsektor 2 des vergangenen Jahres und Sektor 3 fuhr Kimi auf Anhieb mit die schnellsten Zeiten, lediglich Sektor 1, mit dem berühmten Omega, bereitete noch etwas Probleme, die auch im Qualifying am Nachmittag noch nicht ganz behoben waren. So hatte er sich im freien Training mit Platz 15 und im Qualifying mit Platz 16 zumindest eine respektable Ausgangsposition geschaffen für Rennen 1 und 2.

Nach einem guten Start in Rennen 1, konnte man am Kommandostand an allen Sektorenzeiten bereits erkennen, dass der junge Radevormwalder mit unglaublich viel Spaß bei der Sache war. Runde um Runde erkämpfte er sich einen Platz nach dem anderen mit tollen Überholmanövern und nach den 25 Minuten Renndauer und der schwarz/weiß karierten Flagge war es endgültig überwunden, das Trauma Sachsenring. An der Stätte seiner schlimmsten sportlichen Erfahrung und zum ersten Mal in seiner Karriere fuhr Kim Alexander Giersiepen in die Punkteränge mit Platz 10. "Er hat das gute Gefühl aus Spa Francochamps mitgenommen und fortgesetzt." freute sich sein Renningenieur Carsten Knüpp. "Über meine ersten Punkte in der ADAC Formel Masters bin ich überglücklich. Vor allen Dingen nach den Erfahrungen, die ich vor einem Jahr auf dieser Strecke machen musste, ist das ein sehr positives Ergebnis.", erklärte der 19 jährige Formelpilot sichtlich erleichtert.

Dieser Aufwärtstrend sollte sich zwar in Rennen 2 fortsetzen aber leider nicht bis zum Ende dauern. Ähnlich, wie in Spa, entschied sich Kimi, der mit Regenreifen bei noch nass / feuchter Strecke in die Startaufstellung gefahren war, kurzerhand auf Slicks umzusteigen. Ein kurzer kritischer Blick seines Renningenieurs verriet doch etwas Skepsis zu dieser Entscheidung, aber "Letztendlich bestimmt der Fahrer, welche Reifen er haben möchte." so Carsten Knüpp dazu. Die Reifen wurden in Windeseile gewechselt und der Start erfolgte umgehend. Bereits am Start, auf nasser Linie, kam Kimi kaum von der Stelle und reihte sich noch vor der ersten Kurve am Ende des Feldes wieder ein, womit er schonmal 4 Positionen verloren hatte. Jedoch konnte er die Pace des Feldes einigermaßen gut mitgehen, bis nach ca 3-4 Runden die Linie abtrocknete und Kimi aufdrehte. Mit ungläubigem Kopfschütteln verfolgte man am Kommandostand das Rennen und nach wenigen Runden lag der 19 jährige Radevormwalder bereits auf Platz 9. "Eine äußerst gefährliche Phase im Rennen, wenn der Fahrer merkt, dass es vorwärts geht und bei der immer noch nassen Strecke neben der Ideallinie evtl. zu viel riskiert." erklärte Carsten Knüpp die wilde Fahrt seines Schützlings. Und tatsächlich, 5 Runden vor Schluß geriet Kimi nur Zentimeter neben die Linie. Sein Formelwagen brach aus, Kimi konnte noch Gegenlenken, doch beim Kontakt mit den nassen Curbs gings dann ab mit 2 wilden 360 Grad Drehern. Das alles wäre gar nicht schlimm gewesen und hätte aufgrund des Abstands zu den Hinterleuten wahrscheinlich nichtmal einen Platz gekostet, wäre das Fahrzeug nicht beim letzten Dreher mit dem linken Vorderrad am Reifenstapel hängengeblieben. Mit abgeknicktem linken Vorderrad schleuderte der 19 jährige auf die Strecke zurück und blieb dort liegen, was eine Safetycarphase zu Folge hatte. Für den Rennausgang bedeutete dies für Kim Alexander Giersiepen keine Wertung in Rennen 2. "Da wollte ich einfach zu viel, weil auch das Auto so fantastisch ging wäre bestimmt noch mehr drin gewesen." ärgerte sich der Youngster nach dem Rennen und um eine Erfahrung reicher. Beim Start von Rennen 3 brach ein Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen über die Piloten herein, die bereits in der ersten Runde für zahlreiche Abflüge sorgten und nach nur einer gefahrenen Rennrunde das Safetycar auf die Strecke kam und das Rennen auch hinter diesem beendet wurde. Von Platz 18 aus in Rennen 3 gegangen beendete Kimi dieses auch auf Platz 18. "Das war unglaublich, ich konnte teilweise mein eigenes Display am Lenkrad nicht mehr erkennen." so Kim Alexander Giersiepen, dessen Formelrennwagen nach dem Rennen eher einer Badewanne gleich kam. "Schade, ich hatte mich schon sehr auf das 3. Rennen gefreut, weil ich über das ganze Wochenende ein fantastisch gehendes Auto hatte. Einen riesen Dank dafür an dieser Stelle an mein Team, meinen Renningenieur Carsten Knüpp, an Wolfgang Schmitt meinen Dateningenieur und nicht zuletzt an Toni Koitsch, meinen Mechaniker!!!

Anfang August geht es dann weiter auf dem Nürburgring.

Bis dahin "Keep Racing" 



Connect