Kim A. Giersiepen

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14.05.2013

Spa Francochamps

Rennen Nr. 2 auf der legendären Ardennen Achterbahn

Wetterkapriolen bestimmten das ADAC Masters Weekend von Spa Francochamps.

Bei herrlichem Frühlingswetter beim Kollektivtest Donnerstag Vormittag hieß es für den 18 Jährigen Radevormwalder Formelpiloten zunächst Erfahrungen, Eindrücke und Kilometer der Strecke sammeln. "Diese Strecke ist einfach unglaublich! Sehr schön zu fahren aber auch kniffelig. Wenn man Vollgas in die Eau Rouge reinkommt, hat man das Gefühl vor eine Wand aus Asphalt zu fahren.", so der Youngster bei einem Boxenstopp. Nach dem Vormittagstest und ganz passablen Zeiten, sollte Kimi am Nachmittag mit neuen Reifen auf Zeitenjagd gehen. Sehr zum Unmut des 18 jährigen, blieb ihm dies allerdings verwehrt, aufgrund eines größeren Defektes beim Reifenlieferanten und so musste Kimi mit den ohnehin schon sehr in Mitleidenschaft gezogenen Testreifen vom Vormittag weiterfahren. Das hatte zur Folge, dass Kimi den Nachmittagstest aus Sicherheitsgründen vorzeitig abbrechen musste, da sich stellenweise die Gewebestruktur an den Reifen zeigte und die Rennreifen von Oschersleben erst ab Freitag im offiziellen freien Training gefahren werden durften.

Im freien Training am Freitag morgen musste sich der Youngster dann auf nasse Verhältnisse einstellen, was in nur 45 Min recht schwierig ist. Beim Qualifying am Nachmittag ebenfalls feuchte Bedingungen und so hieß es nur 2 Mal Startplatz 20 für die Umläufe 1 u 2, Samstag Mittag und Sonntag Vormittag. In beiden Läufen konnte Kimi jeweils 3 Plätze auf die Konkurrenz gutmachen und belegte in beiden Läufen jeweils Platz 17. "Damit gebe ich mich gar nicht zufrieden, denn ich weiß das mehr drin ist.", so der 18 Jährige in der Zeit zwischen Lauf 2 und 3.

 

Was allerdings dann Sonntag Nachmittag in Rennen 3 passierte ist sicherlich auch dem intensiven motivatorischen Gespräch zwischen dem bis dahin etwas frustrierten Kim Alexander Giersiepen und seinem Renningenieur Carsten Knüpp geschuldet. Es hatte geregnet und die Srecke war nass, also wurden Regenreifen aufgezogen und Kimi fuhr mit Regenreifen in die Startaufstellung. Jedoch auf dem Weg dorthin riss der Himmel auf und die Sonne brannte auf den Asphalt. Nach der Umrundung der 7 Km langen Strecke in der Startaufstellung angekommen, entschied sich der Youngster zum Wechsel auf Slicks, was das Team um Kimi in Rekordzeit absolvierte. Nachdem der Start freigegeben war entbrannte Kim ein Feuerwerk á la bonne heur. In harten Zweikämpfen schob sich der junge Formelpilot bis 3 Runden vor Schluß  in die Punktränge auf Platz 9 vor.  Es kam, wie es kommen musste, leichter Regen setzte ein und die Strecke verwandelte sich zu einer Rutschpartie. In der vorletzten Runde, am Ende von Blanchimont, dem langen Vollgasstück, hin zur Schikane auf Start/Ziel hatte Kimi einen leichten Verbremser, konnte sein Fahrzeug auf der Strecke halten aber verlor dadurch wieder 3 hart erkämpfte Plätze. Am Ende hieß es dann trotzdem noch Platz 12. "Das war sportlich bisher das Beste, was wir nach seinem Unfall letztes Jahr, gesehen haben,....spitze!", so Renningenieur Carsten Knüpp und Teammanager Jörg Schreiber einhellig nach dem Zieleinlauf. "Dieses Gefühl werde ich speichern und mit zum Sachsenring nehmen, das hat mal so richtig Spaß gemacht." erklärte Kimi nach dem Rennen zurück bei seinem Team.

In dreieinhalb Wochen geht es auf dem Sachsenring weiter und es dann wieder heißt: "Gentlemen, please start your engine."



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